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23.08.2021

Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Schweinfurt


Landratsamt dankt allen gemeindlichen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Schweinfurt

Das Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Familie, Beruf und Gesellschaft ist gemeinsam mit der Gleichstellungsstelle am Landratsamt ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt


Es ist eine Tradition, dass Landrat und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Schweinfurt die gemeindlichen Gleichstellungsbeauftragten verabschieden, deren Bestellung mit der Wahlperiode endet.

Normalerweise geschieht dies bei einem persönlichen Treffen in Kombination mit der Vorstellung der neu- oder wiederbestellten Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinden. Doch auch hier hat die Corona-Pandemie den Takt vorgegeben und persönliche Treffen müssen ausfallen. Daher haben sich Landrat Florian Töpper und die Gleichstellungsbeauftragte Ute Suckfüll nun bei den Damen und Herren, die nicht mehr bestellt sind, mit einem Schreiben und einem Buchgeschenk bedankt. Die „Neuen" werden im Herbst, soweit es möglich sein wird, zusammenkommen und mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Schweinfurt in den Austausch gehen.

Die kreisangehörigen Gemeinden sind nicht verpflichtet, eine Gleichstellungsbeauftragte oder einen Gleichstellungsbeauftragten zu bestellen. Dennoch haben dies in der vergangenen Wahlperiode 2014 - 2020 von den 29 Landkreisgemeinden 21 Gemeinden getan, aktuell sind es 22 Gemeinden. Grundsätzlich werden hier Gemeinderätinnen, Beschäftigte der Gemeindeverwaltung oder auch ehrenamtlich tätige Frauen mit der Aufgabe betraut.

Der Markt Oberschwarzach hatte einen Mann als Frauenbeauftragten bestellt. Allerdings nahm diese Aufgabe im Landkreis Schweinfurt nicht zum ersten Mal ein Mann wahr. Die Gemeinde Euerbach hatte in der Vergangenheit ebenfalls einen Mann in dieser Funktion bestellt. Auch die Gemeinde Geldersheim hat für die laufende Wahlperiode einem männlichen Mitglied des Gemeinderates das Amt übertragen. Er übernimmt die Aufgabe von Annemarie Schuler, die dieses Amt 18 Jahre inne hatte.

Neben ihrem Wirken in ihren Gemeinden für die Gleichstellung von Frauen und Männern in Familie, Beruf und Gesellschaft ist die Zusammenarbeit und die Vernetzung mit der Gleichstellungsstelle am Landratsamt ein wichtiger Schwerpunkt. So können auch Veranstaltungen, Aktionen und Projekte gemeinsam geplant und organisiert werden. Die Veranstaltungen der Reihe „Mehr Stolz, Ihr Frauen" oder „Frauen sind fit in Ehrenamt und Mandat" zum Beispiel wurden in einem Arbeitskreis geplant und organisiert.

Auch der Infostand am Equal Pay Day wird jährlich gemeinsam betreut. Durch die Vernetzung war und ist es auch möglich, Veranstaltungen dezentral, also nicht nur im Landratsamt durchzuführen bzw. dezentral zu bewerben und so die unterschiedlichsten Themen, wie zum Beispiel Berufswahl von Frauen, gleicher Lohn für gleiche Arbeit, Altersarmut von Frauen, Schutz vor Gewalt an Frauen, gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik und Wirtschaft, Überwindung von Rollenstereotypen oder Kampf gegen Sexismus in die Gemeinden zu tragen. Diese Zusammenarbeit wird auch weiterhin erfolgen.

Das gemeinsame Ziel ist dabei, auf die fehlende Gleichstellung in Familie, Beruf und Gesellschaft hinzuweisen und Frauen zu bestärken und zu motivieren ihren Weg zu gehen. Ganz wichtig dabei: Auf diesem Weg auch die Männer mitnehmen. Denn nur gemeinsam kann die Geschlechtergerechtigkeit erreicht werden.